Ausbau des Sozialnetzes entlang der Grenze

Jede Familie kommt einmal in die schwierige Situation entscheiden zu müssen, ob ein altes oder krankes Familienmitglied lieber zu Hause gepflegt wird oder doch besser in einer Sozialeinrichtung aufgehoben ist. Viele fühlen sich mit der Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen überfordert, da die Pflege meist mit einer Änderung der gewohnten Lebensführung einhergeht und viel Zeit und Geld in Anspruch nimmt. Aus diesem Grund ist der Bedarf an Dienstleistungen seitens der HeimhelferInnen und ländlichen Selbsthilfegruppen enorm.

Wie der Bezirk Oberwart haben auch die Kleinregionen Zalaegerszeg und Őrség eine alternde Bevölkerung und es besteht großer Bedarf an physischer, mentaler und seelischer Unterstützung. Die Unterbringung alter, kranker Menschen ist eine mentale Belastung, und Angehörige stehen vor dem Dilemma, ob sie ihre gewohnte Lebensführung und Arbeit aufgeben und die Pflege zu Hause organisieren oder eine Sozialeinrichtung damit beauftragen sollen. So gewann in den drei Regionen Hauspflege an Bedeutung, es entstand ein großer Bedarf an Dienstleistungen der Heimhelfer und ländlicher Selbsthilfegruppen. In den zwei ungarischen Regionen gelten die Berufe des/der SozialbetreuerIn und des/der AssistenzpflegerIn als Mangelberufe, einen Hospizdienst gibt es nicht. Auf öst. Seite sind SozialbetreuerIn und PflegerIn ebenfalls Mangelberufe. Es bedarf einer Bestandsaufnahme, bestehende Strukturen und Möglichkeiten sollen offengelegt, die Situation durch Bildung sowie Netzwerkausbau verbessert werden. Die regionalen Hospizdienste stehen dabei beidseits der Grenze als Berater zur Seite.

Im Rahmen des Projektes werden folgende Aufgaben verwirklicht:

  • Grundausbildung für Hospiz- und SozialbetreuerInnen für je 40 österreichische und 40 ungarische ArbeitnehmerInnen
  • Ausbildung zum/zur Assistenzpfleger/in
  • Gebärdensprachkurs
  • Motivationstraining und Supervision
  • Erarbeitung von Lehrbüchern und Lernplanentwicklung
  • Anfertigung einer Vergleichsstudie und Sammlung von Best Practice Beispielen in Österreich und Ungarn

Lead Partner

ZALAEGERSZEG ÉS TÉRSÉGE TÖBBCÉLÚ KISTÉRSÉGI TÁRSULÁS

Projekt Partner

Berufsförderungsinstitut Wien
Berufsförderungsinstitut Burgenland

Acronym

TÁMASZ

Laufzeit

11.2011 - 11.2013

ERFE

201.988,33 €

Gesamtkosten

237.633,33 €

Kontakt

Vásár Marianna
+36 92 318 808
vasar.mariann@zegterseg.hu