Ökomobilität in der österreichisch-ungarischen Grenzregion

In den letzten Jahren stieg die Zahl der PKW-Benutzer in der österreichisch-ungarischen Grenzregion stark an. Gründe dafür sind die Intensivierung des grenzüberschreitenden Verkehrs durch die Öffnung des österreichischen Arbeitsmarktes für ungarische ArbeitnehmerInnen und die Tatsache, dass sich viele PendlerInnen nach wie vor für den Individualverkehr entscheiden. Um das Verkehrsaufkommen nachhaltig reduzieren zu können, muss zunächst erforscht werden, wie das Mobilitätsverhalten der PendlerInnen aussieht und wie die Arbeitsstätten dieses beeinflussen. Auf Basis dieser Erkenntnisse sollen die Menschen aus der Grenzregion dazu bewegt werden auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zurück zu greifen.

Das Ziel des Projekts ist es, das Mobilitätsverhalten der PendlerInnen aus der österreichischungarischen Grenzregion zu verstehen und die Menschen zu einem umweltfreundlichen Verkehrsverhalten anzuregen. Zunächst werden die Reisegewohnheiten und genaue Angaben zu Motivation, Bedürfnissen und Verhalten mittels Befragungen erhoben. In weiterer Folge werden die Ergebnisse dafür verwendet, um gemeinsam mit ausgewählten Arbeitgebern aus der Region Maßnahmen zu entwickeln, die ein umweltfreundlicheres Verkehrsverhalten fördern. Dazu zählen unter anderem die Verbesserung der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, Förderung des Radverkehrs, Carpooling oder auch die Einschränkung der Parkmöglichkeiten am Arbeitsplatz. EntscheidungsträgerInnen in den Institutionen, die für die Verkehrsentwicklung der Region zuständig sind und die Verkehrsunternehmen werden ebenfalls in die Projektaktivitäten mit einbezogen.

Im Rahmen des Projektes werden folgende Aufgaben verwirklicht:

- Situationsanalyse über den Pendlerverkehr und das Mobilitätsverhalten in der Grenzregion
- Identifizierung und Auswahl der Arbeitgeber
- Erhebung des Mobilitätsverhaltens von PendlerInnen und Analyse der Möglichkeiten, die zur Veränderung des Mobilitätsverhaltens beitragen könnten
- Ausarbeitung von Maßnahmenpaketen mit den beteiligten Arbeitgebern zur Umsetzung von Ökomobilitätskonzepten
- Implementierung der Maßnahmenpakete und Effektivitätsmessung
- Workshops für beteiligte und potenziell in Frage kommende Arbeitgeber zur Verbreitung des Toolkits Ökomobilität
- Unterbreitung von Vorschlägen für regionale EntscheidungsträgerInnen

Lead Partner

Wirtschaftsuniversität Wien

Projekt Partner

KTI Közlekedéstudományi Intézet Nonprofit Kft
TU Wien - Institut für Verkehrswissenschaften, Forschungsbereich Verkehrsplanung und Verkehrstechnik

Acronym

EMAH

Laufzeit

03.2012 - 12.2014

ERFE

408.360 €

Gesamtkosten

480.443 €

Kontakt

Andreas Havelka
+43 1 31336 5682
andreas.havelka@wu.ac.at
http://www.wu.ac.at/ruw/emah