Rahmenbedingungen für den Aufbau und Initiierung eines regionalen Wiederverwendungsnetzwerkes für Bauteile aus dem Bauwesen als Beitrag zur Ressourcenschonung

In Österreich und Ungarn wird der überwiegende Anteil von Abbruchgebäuden auf Deponien beseitigt. Die EU-Mitgliedstaaten verpflichten sich bis 2020 mindestens 70 Prozent der Abfälle aus dem Bauwesen wiederzuverwenden oder zu verwerten. Wiederverwendungsnetzwerke liefern diesbezüglich einen wichtigen Beitrag zur Abfallvermeidung und Ressourcenschonung.

Ziel des Projekts ist es, grenzübergreifend ein Konzept für den Aufbau von Wiederverwendungsnetzwerken im Bauwesen (Bauteilnetzwerke) in Österreich und Ungarn zu erstellen. Zuerst müssen die technischen, wirtschaftlichen, logistischen und rechtlichen Barrieren identifiziert und beseitigt werden.
Im nächsten Schritt werden relevante Stakeholder (z.B. AbfallsammlerInnen, Bau- und Abbruchunternehmen, Handwerksbetriebe etc.) informiert und Kontakt zu bereits erfolgreich initiierten Bauteilnetzwerken aus Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden gesucht. Anhand von sechs bis zehn Abbrüchen sollen die einzelnen Arbeitsschritte eines Abbruchs in Bezug auf Kosten und Aufwand sowie Nutzen und Erlös untersucht werden. Über eine Internetplattform werden die relevanten Akteure miteinander vernetzt mit dem Ziel den Ausbau, die Aufbereitung, Lagerung und schlussendlich den Wiederaufbau von Bauteilen zu fördern. In einem eigens erstellten Handbuch werden Anleitungen gegeben, wie der zerstörungsfreie Rückbau unterschiedlicher Bauteile funktioniert.

Im Rahmen des Projektes werden folgende Aufgaben verwirklicht:
• Analyse der Rahmenbedingungen eines Wiederverwendungsnetzwerks für Bauteile aus dem Bauwesen
• Datenbank mit den relevanten Stakeholdern
• Dokumentation und Bewertung von sechs bis zehn Abbrüchen (Sanierungen, Teilabbrüche und Totalabbrüche)
• Aufbau einer internetgestützten Plattform zur Vernetzung der relevanten Akteure
• Zweisprachiges Handbuch

Lead Partner

Ressourcen Management Agentur (RMA)

Projekt Partner

Nyugat-magyarországi Egyetem Kooperációs Kutatási Központ Nonprofit Kft.
Wirtschaftskammer Wien

Acronym

RaABa

Laufzeit

01.2013 - 12.2014

ERFE

517.446 €

Gesamtkosten

608.760 €

Kontakt

Johann Daxbeck
+43 1 91322520
office@rma.at